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Chronik eines angekündigten Krieges

  • Martin Zoller
  • 28. Aug.
  • 5 Min. Lesezeit

August 28, 2025

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Veröffentlicht: Gente de America, No 102 de 2025




Die Vorzeichen eines neuen Weltkrieges


Als ich vor über einem Jahrzehnt erstmals einen neuen grossen Weltkriegs prophezeite, wurde ich oft als pessimistisch oder gar paranoid bezeichnet. Doch die Entwicklungen der letzten Jahre und das Eintreten vieler meiner Prophezeiungen schlagen eine vorgezeichnete Bahn ein, die in eine globale, chaotische Auseinandersetzung münden wird.


Der dritte Weltkrieg wird nicht in den klassischen Formen ausgefochten — nicht durch militärische Invasionen oder traditionelle Schlachten — sondern als ein Konflikt, der innerhalb von Landesgrenzen stattfinden wird.


Im Folgenden möchte ich die Facetten dieses neuen Krieges beleuchten, seine Ursachen darlegen und die Konsequenzen für unsere Gesellschaft aufzeigen. Dies ist mir möglich durch meine jahrelangen Prophezeiungen und dem genausten Beobachten der globalen Entwicklungen.

 

Die Entstehung des neuen Krieges


Um die Richtung und Entwicklung eines dritten Weltkriegs zu verstehen, ist es wesentlich, die Lehren aus den beiden vorherigen Weltkriegen zu berücksichtigen. Der Erste und der Zweite Weltkrieg waren in erster Linie militärische Auseinandersetzungen, geprägt von institutionellen Armeen und klaren politischen Agenden. Diese Kriege wurden mit Uniformen, durch Frontlinien und gegen klar definierte Gegner ausgetragen.

Im Gegensatz zu diesen klassischen militärischen Konflikten vollzieht sich der bevorstehende dritte Weltkrieg nicht in der Form von Armeen, die gegeneinander kämpfen, sondern in den komplexen Strukturen und Konflikten, die sich innerhalb unserer Gesellschaften entwickeln. Politische Ideologien, religiöser Fanatismus, finanzielle Nöten, globale Lieferketten Engpässe und technologische Entwicklungen werden immer mehr zu Treibern globaler Unruhen.

 

Globale Krisen und ihre Auswirkungen


Die globalen Krisen der letzten zwei Jahrzehnte sind Indikatoren für einen tief greifenden Umbruch in der Weltordnung. Ab 2001, mit dem sogenannten Krieg gegen den Terrorismus, und den weitreichenden Folgen der Finanzkrise von 2008/2009, die die Kluft zwischen Arm und Reich in vielen Ländern vergrößerte und den Unmut breiter Bevölkerungsschichten auf die politischen Eliten schürte, sehen wir das Entstehen von Unzufriedenheit. Diese ist der Nährboden für Konflikte, die in einem Kampf um gesellschaftliche Vorherrschaften münden werden.

Die Corona-Pandemie, die ein geplanter Schachzug für globales Chaos war, hat viele Gesellschaften destabilisiert und Risse zwischen sozialen und politischen Gruppen hervorgerufen. Die daraus resultierenden Einschränkungen und Maßnahmen haben Ängste und Misstrauen geschürt — nicht nur gegenüber Regierungen, sondern auch innerhalb der eigenen Gemeinschaft.

 

Der geopolitische Rahmen


Neben den internen gesellschaftlichen Konflikten beobachten wir eine Intensivierung militärischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen im Mittleren Osten, in Osteuropa sowie in verschiedenen Teilen Afrikas (Nordafrika, die Sahelzone, Südafrika) und teilweise Südamerikas. Diese Konflikte können als Vorläufer und Stellvertreterkriege für einen globalen Konflikt angesehen werden, in dem es nicht nur um Territorien, sondern vor allem um Ideologien, Glaubensrichtungen und technologischen Vorsprung geht.

 

Die neue Kriegsführung


Während frühere Kriege durch klar erkennbare Feindbilder gekennzeichnet waren, ist der Feind im dritten Weltkrieg oft schwer zu identifizieren. Die Zerrissenheit innerhalb der Gesellschaften wird zu einem prägnanten Merkmal dieser Auseinandersetzung. Rassen, Religionen und Klassen kämpfen in einem (noch) unsichtbaren Krieg, wobei der Feind immer häufiger in der eigenen Nachbarschaft oder sogar im eigenen Familienkreis zu finden ist.

Diese Neudefinition des Krieges führt zu einem massiven Vertrauensverlust innerhalb von Gemeinschaften — Misstrauen und Spaltung ersetzen Solidarität und Zusammenhalt. In einer Zeit, in der die Menschen mehr denn je über soziale Medien miteinander verbunden sind, wird das Potenzial für Konflikte durch die Verbreitung von Falschinformationen und Extremismus weiter verstärkt.

 

Der Einfluss von Ideologien


In diesem neuen Krieg ist die Ideologie das Schlachtfeld. Gesellschaftliche Konflikte finden nicht nur auf politischer Ebene statt, sondern auch auf der Ebene der Werte und Überzeugungen. Nationalismus, politischer Idealismus, Rassismus und religiöser Extremismus sind nicht nur gesellschaftliche Phänomene, sondern auch Waffen, die gegen andere Gruppen eingesetzt werden. Sie stellen Manifestationen eines tiefsitzenden Ungleichgewichts dar, welches die Weltordnung destabilisiert.

 

Der Weg zur Unterwerfung


Angesichts dieser gesellschaftlichen Zerrissenheit wird der dritte Weltkrieg als ein Mittel zur Unterwerfung der globalen Gesellschaft fungieren. Die Schaffung von Überwachungsmechanismen, die im Namen der Sicherheit gerechtfertigt werden, ist ein weiterer Schritt hin zur Kontrolle. In den meisten Ländern sind wir Zeugen einer Verschärfung von Sicherheitsgesetzen und einer Einschränkung der Grundrechte, um vermeintliche Bedrohungen zu bekämpfen.

Diese Mechanismen fördern nicht nur die Spaltung, sondern verhindern auch die Entstehung eines kollektiven Widerstandes gegen diese Entwicklungen. Das Gefühl der Ohnmacht, das in vielen Bevölkerungen vorherrscht, führt dazu, dass viele Menschen sich mit ihrer Unterdrückung abfinden und die Hoffnung auf Veränderung verlieren.

 

Die Rolle der Eliten


Die Rolle der sozialen und politischen Eliten ist entscheidend für das Verständnis dieses neuen Krieges. Diese Gruppen verfolgen häufig ihre eigenen Interessen, die nicht mit dem Wohlergehen des allgemeinen Volkes übereinstimmen. Sie fördern Narrative, die ihre Machtpositionen sichern und den Status quo aufrechterhalten.

In Anbetracht dieser Dynamiken wird deutlich, dass der dritte Weltkrieg nicht nur eine Auseinandersetzung der Massen ist, sondern auch ein Machtspiel der Eliten. Innerhalb dieses Rahmens gibt es zahlreiche Akteure, die versuchen, die Gesellschaften zu kontrollieren und zu lenken, um eigene Vorteile zu erlangen.

 

Die Ziele des Krieges


Ein derartiger Konflikt hat letztlich das Ziel, die Menschheitsfamilie zu unterwerfen und zu kontrollieren. Durch gezielte Desinformation, mediale Manipulation und die Schaffung von Feindbildern wird ein Klima der Angst und des Misstrauens gefördert. Die Bevölkerung wird in ihrer Entscheidungskraft gelähmt und ist weniger geneigt, gegen die Eliten aufzubegehren.

 

Viel Blut wird fließen – Europa, das Epizentrum des dritten Weltkriegs


Wie blutig und gewalttätig der dritte Weltkrieg sein wird, hängt maßgeblich von der Reaktion der Bevölkerungen ab. Je einfacher sich diese der neuen Führungsmacht anpassen, desto weniger Gewalt seitens der Obrigkeit gegen die eigene Bevölkerung wird notwendig sein.

Unabhängig davon sehe ich Europa als das Epizentrum dieses neuen Weltkriegs. Nicht, weil Europa über viele Bodenschätze oder geistige Werte verfügt, um die es sich zu kämpfen lohnt, sondern weil es unter den Weltmächten aufgeteilt und zerrissen werden wird. Auf europäischem Boden wird um die Vormacht einzelner Regionen und wirtschaftliche Interessen gekämpft. Europa ist wie ein Schlachttier, das zur Schlachtbank geführt wird. Stellvertreterkonflikte in Europa werden zunehmen, ähnlich wie wir sie bereits aus Afrika, dem Mittleren Osten, Zentralasien, dem Fernen Osten sowie Süd- und Zentralamerika kennen.

Während in den meisten Teilen der Welt bereits autokratische politische Systeme eingeführt wurden, wehrt sich Europa noch dagegen und versucht, seine liberale Demokratie zu verteidigen. Wie ich in meinem letzten Artikel für diese Zeitschrift bereits erläutert habe, ist die USA ein aktuelles Beispiel für ein Land, das sich vom liberalen demokratischen Prinzip abwendet. Die Elite hat erkannt, dass dieses System nicht tragfähig ist und keine erfolgreiche Zukunft bietet.

Während die Kriegstrommeln in Europa immer lauter werden, haben viele andere Regionen bereits die größeren Machtkonflikte hinter sich gelassen und leben die neue Weltordnung. Mit anderen Worten: Europa könnte einen blutigen Konflikt auf seinem Boden verhindern, wenn es erkennen würde, dass sein politisches System ausgedient hat und eine neue Ideologie auf es wartet.

 

 

 

 

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